ABINCHOVA „Hörensagen“
(Eigenproduktion)

„ABINCHOVA sind sieben Musiker, für die mitreissender Pagan Metal an erster Stelle steht.“ Soviel zur eigenen Beschreibung der Schweizer, die mit „Hörensagen“ ihr erstes Lebenszeichen in Form einer Demo-EP auf CD gebannt haben. Zu hören gibt es drei Songs sowie ein Präludium, bei dem es in schwyzerdütsch eine kleine Einleitung ins Geschehen auf „Hörensagen“ und zu ABINCHOVA gibt, die hier drei Sagen für die EP zusammengetragen haben. Musikalisch spielt sich die Geschichte wie eingangs erwähnt im Pagan-Bereich ab, wobei man gerne sowohl mit folkloristischen Elementen arbeitet wie beispielsweise des prägnante Violinenspiel von Nora Lang, die sich auch für die weiblichen Vocals verantwortlich zeichnet. Auch das Keyboard sorgt immer wieder für leicht epische Atmosphäre und mittels der Akustikgitarre wird an den richtigen Stelle für stimmungsvolle Momente gesorgt. Dem munteren Treiben stehen mitunter sehr tiefe Death Metal-Riffs und brachiale Growls gegenüber, was „Hörensagen“ zu einer regelrechten Erzählstunde mit vielen Stimmungsmomenten macht, die den Hörer gespannt den Geschichten der Eidgenossen/innen lauschen lässt. Insgesamt kann man ABINCHOVA am ehesten mit den Landsleuten von Eluveitie vergleichen, wobei das Riffing bei diesen Newcomern eher im traditionellen Bereich verankert ist. Man darf jedenfalls auf das erste Longplayer-Resultet gespannt sein. Die EP gibt es übrigens als Download auf der Webseite www.abinchova.ch oder alternativ in einer auf 200 Stück limitierter CD-Variante mit originaler Versiegelung zu kaufen.

Harald Deschler