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ABSCESS „Horrorhammer“ (Peaceville Rec.) (34:54) Was für ein räudiger Fetzen Musik, den die Meute um die Ex-Autopsy(chos) Chris Reifert und Danny Coralles hier einmal mehr eingezimmert haben. Old school as fuck! Die 12 Songs glänzen durch ihren ungehobelten Charme, die entsprechend minimalistische, rumpelige Produktion, dem kränkelnden Gekrächze von Reifert und dem Spirit, den einst Autopsy zu einer festen Größe im Death Metal gemacht hat. So scheren sich auch ABSCESS einen feuchten Dreck um aktuelle Trends oder irgendwelche unnötigen melodischen Gitarrenläufe. Ähnlich konsequent und zeitweise musikalisch gar nicht mal unähnlich, wird hier wie bei Darkthrone zu deren „Motörhead/Frost-Phase“ geradlinig gerödelt, an den nötigen Stellen gibt es auch mal ein paar Frickeleinlagen. Auch die Rock´n´Rotzkeule lassen die Sickos aus Kalifornien immer wieder kreisen. Und die traditionellen Heavy Wurzeln werden eh nie verleugnet, im Gegenteil, Einflüsse von Bands wie Black Sabbath werden immer wieder gerne durch den Abszess-Wolf gegurgelt und beispielsweise in Form von „When witches burn“ auf widerwärtigste Weise wieder rausgerotzt. Sehr geiles Album!
Harald Deschler
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