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30 SECONDS TO MARS - A beatuiful lie (Virgin) (60:41) Wo man beim Debüt von 30STM bei den ersten Durchläufen noch lernen muß, mit der schieren Tiefe, Größe, den ausladenden Melodieögen und vordergründigen Komplexität der Songs umzugehen, bis sich einem das Material auf phantastische und logische Art erschließt, so ist es fast unausweichlich, daß Bewunderer/Fans/Anhänger desselben beim Nachfolger “A beautiful lie“ anfangs (aber auch nur anfangs!) enttäuscht sein werden. Die meisten Bands werden im Verlauf ihrer Karriere eher verspielter, experimenteller und progressiver, 30STM hingegen gehen den ein oder anderen Schritt zurück und kürzen die Songs, vereinfachen die Arrangements und zeigen dennoch, oder gerade deswegen, aufgrund der Klasse des Erstlings nicht für möglich gehaltene Fortschritte im Songwriting! Kompakter, massenkompatibler und schneller auf den Punkt gehen die zehn neuen Songs (plus drei europäische Bonustracks, ein zusätzlicher neuer Song, eine Akustik Version und das Björk Cover “Hunter“). Zehn Songs, das sind wieder zehn Facetten, Varianten des 30 Seconds Sounds, nennen wir ihn in Ermangelung einer verhaßten Schublade Alternative Metal/Rock, und JEDE EINZELNE ist ein Hit. Auch Sänger Jared konnte sich nochmals steigern und zeigt seine ganze stimmliche Bandbreite. “A beautiful lie“ ist ein durchwegs spannendes, emotionales und klischeefreies Album geworden, das auch hartgesottene Fans des Debüts nach wenigen Durchläufen überzeugen wird, da alle Trademarks der Band vorhanden sind, wenn auch modifiziert. Wer sich noch nicht mit dieser Band auseinandergesetzt hat muß dies schleunigst nachholen, denn 30STM sind besser und weit innovativer als der allergrößte Teil der restlichen Musiklandschaft und verbinden Anspruch mit Eingängikeit und berührenden Melodien.
BSE
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