ABSOLUTE STEEL - Womanizer
(Black lotus/Twilight)
(40:59)

Nach drei Jahren erscheint dieser Tage das zweite Album der norwegischen Party-Metaller ABSOLUTE STEEL. Wein, Weib und Party, das sind auch auf “Womanizer“ die lyrisch bevorzugten Themen, die musikalische Ausrichtung hält sich verdammt nah an die 80er Jahre und Bands wie Scorpions, Accept, W.A.S.P. Etc. Das Material bleibt immer mitgröhlkompatibel, egal ob schnell (“Berrun“), laangsam (“Rough love“) oder natürlich im bevorzugten Midtempo. Die texte dürfen gerne mal als platt (zum Glück mit Augenzwinkern) ausgelegt werden, was aber dem Mitsingcharakter zugute kommt, denn nach oder sogar während dem ersten Refrain weiß man wie der Hase läuft. Handwerklich ist auch wieder alles im Lot, dennoch wird bei den ersten sieben Songs eindeutig mit angezogener Handbremse gespielt, was die beiden virtuosen, abschließenden Instrumentals “Deliverance“ und “Opus suite“ belegen, die besonders die Fähigkeiten der Gitarristen erkennen lassen. Wenn da mal nicht bald ein “ernsthaftes“ Album folgt... Toller Ausklang eines leider recht unspektakulären Albums, das in bierseliger Runde sicher mehr Spaß macht, als allein. Dennoch sollte interessierten 80er Fans das Debütalbum “The fair bitch project“ mindestens ein Ohr wert sein, kann dieses doch auch abseits des Suff über die ganze Länge überzeugen und hat sogar eine Handvoll kleiner Hits parat.

BSE