ADEMA - Planets
(Earache/SPV)
(57:15)

Selten hat eine beinahe komplette Rundumerneuerung einer Band so gut getan. Adema haben mit ihrem dritten Album ein neues Label, einen neuen Sänger und sich musikalisch weiterentwickelt, wobei die letzten beiden Punkte sicher Hand in Hand gehen, denn mit dem Weggang des stimmlich recht limitierten Marky Chavez (klang zu oft wie sein Halbbruder Jonathan Davis) erschließen sich ADEMA einen neuen Kosmos voller funkelnder, wunderschöner Planeten, 14 an der Zahl. Losgelöst von anfangs recht offensichtlichen musikalischen Vorbildern wie Korn klingen ADEMA anno 2005 viel erwachsener, eigenständiger, universeller experimenteller und doch eingängiger und decken das gesamte Spektrum des Alternative Rock ab, wobei “Planets“ auch in den härteren Momenten von einer beinahe schwerelosen, spacigen Atmosphäre getragen wird, die das Album letztlich zu einem Klassiker machen wird und an die überirdischen 30 seconds to mars erinnert. Songs wie “Shoot the arrows“, “Tornado“, “Until now“ oder “Wide eyes open“ lassen den mitgerissenen Hörer völlig losgelöst und mit Freudentränen in den Augen an der Decke schweben, die intensiven, einfach nur wunderschönen “Barricades in time“, “Planets“, “Remember“ und “Rise above“ auf der ruhigen Seite sowieso und der neue Sänger Luke Caraccioli paßt mit seiner präsenten aber unaufdringlichen Stimme und seinen prägnanten, eingängigen Melodylines perfekt ins sehr gut produzierte Gesamtbild. ADEMA und die 30 seconds werden dieses Jahr den Alternative Thron unter sich ausmachen und ich reib mir die Hände. ES GRANDE!!!

BSE