ACID DRINKERS „Broken head“
(Metal Mind Records)
(30:22)

Wer bislang dachte, in Polen wären lediglich Limbonic Art oder Vader angesagt, der hat die Rechnung ohne die ACID DRINKERS gemacht. Denn selbige kommen obendrein aus diesem metallischen Niemandsland, daß man sich höchstens mit Death Metal-Institutionen der Sorte Vader oder Dies Irae teilt. Auf „Broken head“ erwartet uns eine psychedelische Dosis Thrash Metal, durchwachsen von diversen Hardcore-Elementen, die vielleicht dem ein oder anderen Old-school-Verfechter übel aufstossen werden. Dafür werden Songs der Sorte „A rubber hammer and a broken head“, „Superstitious Motherfucker“ oder „The wildest planet in space“ mit Sicherheit die Akzeptanz des etwas aufgeschlosseneren Thrashers erreichen. Insgesamt wirkt das Album auf den ersten Hörversuch vielleicht etwas sperrig, aber nach mehreren Durchläufen ergibt sich ein komplexes Gesamtbild, daß den Osteuropäern nach 11 Jahren und ebenso vielen Alben endlich den verdienten Erfolg bringen sollte.

Harald Deschler