ADIMIRON “Burning souls”
(Karmageddon Media)
(44:53)

Oh Mann, das scheint ja fast in den italienischen Genen zu liegen, dieses unsägliche Keyboardgedudel auf (fast) jedem Album, das im Stiefelland von der Kette gelassen wird. So auch ADIMIRON, die zwar stilistisch absolut nicht in die Tritratrallala-Ecke passen, da hier mal nicht Helloween als Haupteinfluss den Arsch hinhalten mussten, sondern eher Thrash & Death Heroes der Gattung Kreator, Sadus, Death oder The Haunted. Sagt jedenfalls die Plattenfirma. Hört sich gut an, allerdings kann man nur mit sehr gutem Willen die vier Italiener vielleicht noch am ehesten mit den zuletzt genannten vergleichen. Assoziationen zu Death möchte ich für vollkommen absurd erklären, denn wenn man den Vergleich auf die progressive Komplexität eines Death-Albums bezieht, dann ist das nur erbärmlich. Statt einem wirklich innovativem Griffbrettwichser warten die Herren lieber an den holprigen Parts mit einem Mann am Keyboard auf, der mit diletantischer Treffsicherheit zu 150 % nur noch auf den Sack geht und im Endeffekt das ganze Album verhunzt, das zwar mit ganz guten Parts aufwarten kann, aber in Kombination mit den Keyboards nicht auszuhalten ist auf Dauer. Schade.

Harald Deschler