...AND OCEANS - "Cypher"
(Century Media/SPV)
(47:16)

Steter Weiterentwicklung sehen sich wohl auch die Finnen und ehemaligen Death- Black Metaller ...AND OCEANS ausgesetzt. “Cypher“ ist eine logische Weiterentwicklung des großen Vorgängers “am god“. Die elektronische Seite hat noch weiter Einzug gehalten, der Keyboard-Synthi läuft heiß und hüllt die bratenden Gitarre und die erdige Rhythmussektion in eine düstere Atmosphäre, die kalt und aggressiv daherkommt und auch mal einen Industrial-touch annimmt. Sänger Kenny, der seine Konzeptionell zusammenhängenden Texte sehr variabel heraus keift, war mit seinem Job wohl noch nicht ausgelastet genug, so daß er sich ellenlange Songtitel, wie z.B. “Aphid: Devil Flower: Fruits of lunacy“, um mal den kürzesten zu nennen, aus den Rippen geleiert hat. Ich kann es mir aber so oder so ersparen, einzelne Songs herausheben zu wollen, denn “Cypher“ versteht sich als Gesamtkunstwerk, was auch gleich beim ersten Durchlauf des bisweilen recht anspruchsvollen aber immer eingängigen 13-Trackers klar wird, der bis auf das nervig-fiepende Outro keinen Grund zum Nörgeln bietet und mir subjektiv und objektiv sogar noch etwas besser gefällt als “am god“. Reife Leistung!

BSE