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SYNASTHASIA „Instructed By The Devil“ (Sound Guerilla/DA Music)
SYNASTHASIA bieten auf ihrem vierten Album den bislang buntesten Strauß Melodien an, den man bislang zusammengeschnürt hat. Wer gerne in Kategorien und Schubladen denkt, rastet hier garantiert aus. Vom ursprünglich eher noch traditionellen, melodischen Power Metal ist nur noch anteilsmäßig etwas übriggeblieben. Ansonsten werfen SYNASTHASIA alles zusammen, was die vollwertige Metalküche so hergibt. Heavy Metal ist immer eine Grundlage, auch eine Scheibe Thrash ist nichts ungewöhnliches, aber hier eine Prise skandinavischer Melo-Death, etwas Metalcore und Obacht: Screamo für die moderne Würzung, ein bißchen Growlen zwischen den zuckersüßen Hooks, eingängige, poppige Refrains lässt man auf progressivere Versatzstücke prallen und dazwischen doch immer wieder dieser irgendwie traditionelle, melodische Power Metal. Halt nur anders. Das scheint auch die Intension hinter „Instructed By The Devil“ zu sein, mal anders an die Sache ran zu gehen, No-Go-Grenzen gezielt zu überschreiten und damit zu polarisieren. Klingt chaotisch, aber SYNASTHASIA schaffen es doch irgendwie, in gewisser Weise Ordnung und Homogenität zwischen den Zutaten herzustellen und die Einflüsse so in den Sound zu integrieren, dass eine ganz eigenwillige Mixtur dabei herauskommt, die stimmig und meist unvorhersehbar tönt. Ob man mit der „17 Fliegen mit einer Klatsche“-Methode jedoch tatsächlich in den einzelnen Lagern punkten kann, hängt wohl hauptsächlich von der Toleranz der Traditionalisten ab, die ihren Power Metal auch genverändert gern haben. Anspieltipps zum vorsichtigen Kennenlernen wären ´Destination Nowhere´, ´The Thirst Is Calling´, ´Final Judgement´, ´We Create Our Fate´ und das humorvolle ´In Beer We Trrust´. Respekt in jedem Fall für den Mut und der Kreativität von SYNASTHASIA!
Harald Deschler
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