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IN DISGRACE „Demon“ (Eigenproduktion)
Atmosphärischer Death Metal lautet die Devise von IN DISGRACE, die in dieser Lektüre bereits mit ihrem Demo „Before After“ mit kompromisslosen 15 Punkten abgefeiert wurden. Das ist bereits acht Jahre her und in der Zwischenzeit hatten die Münsterländer auch schon einen Deal mit Twilight in der Tasche, bei denen sie 2005 das Debüt „Define Death“ veröffentlicht haben. Warum es bei einer einmaligen Angelegenheit blieb, ist eigentlich nicht nachvollziehbar, denn damals wie heute ist bei IN DISGRACE Qualität und Zeitlosigkeit Trumpf. „Demon“ besticht abermals mit ausgefeiltem Songwriting, dass irgendwo zwischen Opeth, Hypocrisy, Cryptic Wintermoon und insbesondere älteren Samael angesiedelt ist. Vom Riffing her überschreitet man auch gelegentlich die Grenze hin zum Thrash, der wiederum nimmt keinen gewichtigen Einfluss auf „Demon“ ein, spielt aber u.a. in ´Nothing´ dennoch eine Rolle. Das Gros der sieben Songs bei einer stolzen Gesamtspielzeit von 53:42 Minuten ergeht sich in teils gewaltige, schleppende Epen mit sehr atmosphärischen Keyboards, die für die nötige Größe und Tiefe im Sound von IN DISGRACE sorgen und für viel Finsternis, beklemmende Momente und Melancholie sorgen, aber immer wieder von fetten Hooks mit mächtig Drive durchbrochen werden. Für die nötige Heaviness sorgen IN DISGRACE jederzeit, bei Nummern wie ´Control´, ´Kingdom´, ´Silence´ oder dem zwölfminütigen Titeltrack gibt es genügend Gelegenheiten, das Haupthaar zu schütteln und dabei gleichzeitig in die Apokalypse abzudriften. Sehr cooles Album, das mit jedem Durchgang noch wächst. Diese Band braucht unbedingt wieder einen Deal! www.indisgrace.de
Harald Deschler
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