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TALIAN „Scraps From The Mire“ (Thundering Rec.)
Aus der Asche der symphonischen Black Metal Taliandorogd entstiegen TALIAN, um nun mit gekürztem Namen eine korrigierte Marschroute in Richtung melodischer Death aus –ihr-wisst-schon-woher einzuschlagen. Und das Konzept geht auf, denn TALIAN verstehen es, die Göteborg-Schule mit rockigen sowie modernen Elementen so zu modifizieren, dass hier nicht das nächste unnötige Klonprodukt auf seine Abnehmer wartet. Die Franzosen gehen dabei recht grooveorientiert vor und finden eine coole Balance zwischen Dark Tranquility und der letzten Dissection, das Ganze mit einer gehörigen Portion Rock-Attitude versetzt, die ein bißchen den Charme einer „Swansong“ von Carcass besitzt. Dabei tun sich insbesondere Nummern wie ´Second Shackle´, ´Out Of Hand´, ´The Plunder´ und ´The Saving Bite´ hervor, die durch Groove, Melodie, guten Drive und noch mehr Groove bestechen. Etwas moderner tönen TALIAN mit ´On Hollow Ground´ oder ´Size Of The Stain´, die etwas komplexer und breaklastiger daherkommen und für ein wenig Abwechslung in der straighten Abhandlung sorgen. Und da liegt der einzige Knackpunkt von „Scraps From The Mire“; die Richtung stimmt, aber die wird über die gesamte Spielzeit etwas zu linear gefahren, statt auf ein paar Überraschungsmomente mehr zu setzen. Wenn TALIAN beim nächsten Mal noch ein bißchen variationsreicher und flexibler mit ihrem Potential umgehen, kann man hier getrost in der 13-Punkte-Region werten. So gibt es für die leichte Eintönigkeit zwei Punkte Abzug, trotzdem kann man alleine schon wegen der genannten Songs, die immerhin zwei Drittel der CD ausmachen, eine Kaufempfehlung aussprechen!
Harald Deschler
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