|
SPIRITS OF DARKNESS „Tales Of Violence“ (Eigenproduktion)
Ein Auszug aus der Dankesliste im Booklet bringt den Film von SPIRITS OF DARKNESS eigentlich ganz gut auf den Punkt; da wird aneinanderhängend den Babysittern der Bandkinder und Charles Manson für die Inspiration zu ´Ghosts In You´ gedankt. Ähnlich „kompromisslos“ und authentisch ist auch das Debüt „Tales Of Violence“ der Band aus Bocholt ausgefallen, dem man den Clash der beiden Generationen, die sich hinter den Geistern befinden, unweigerlich anhört. Zum einen treffen teils recht konservative Songstrukturen und stellenweise altbackene Gitarrenläufe auf skandinavisch geprägte Melodic Death-Stürme, Growls und BM-Gekeife, Old School-DM-Strukturen auf episch geschwängerten Wikingerpathos, gemütliche Midtempo-Stampfer zum Bierbauchschunkeln auf harrsche Endzeitszenarien. Rein handwerklich kann man den Jungs nicht viel vorwerfen, auch dem Gros der Songs als solchen mangelt es nicht an einer gewissen Qualität und gediegener Eingängigkeit, aber wie angedeutet nimmt man SPIRITS OF DARKNESS die ganze Chose irgendwie nicht so richtig ab. Wer sich an solchen Kleinigkeiten nicht weiter stört, der sollte mal in eingangs erwähntes ´Ghosts In You´ (warum eigentlich Manson als Inspirationsquell? – kein einziger Verweis in dem Song lässt spezifischere Rückschlüsse zu dem Typen zu), das recht morbide ´Rotten Love´, den etwas an Cryptic Wintermoon-erinnernden Titelsong und in den sphärischen Rausschmeisser ´Brotherhood´ hören. Kontakt: breanna@gmx.de
Harald Deschler
|
|