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THE FINAL HARVEST „The End“ (Cyclone Empire)
Die Kombination Finnland und Death Metal weckt bei mir immer die Befürchtung, dass cheesige Keyboardwixereien das musikalische Gesamtresultat absolut unkonsumierbar machen. THE FINAL HARVEST bestätigen auf ihrem Debüt mal wieder eine der klassischen Ausnahmen der Regel, zumindest in meinem klischeebeladenen Bild der Suomis. Die vier Jungs werkeln in deutlich thrashigeren und vor allem kurz-prägnanteren Regionen, die sich weitestgehend in der 3-Minuten-Zone einpendeln. Und der bisweilen hardcore-lastige Gesang verpasst THE FINAL HARVEST auch eine dezente Ihr-wisst-schon-was-Schlagseite. Davon sollte man sich allerdings nicht musikalisch irritieren lassen, denn der Sound geht, wie im Infotext erfreulicherweise recht passend verglichen, durchaus in eine Richtung, die für Fans von The Haunted, Dew-Sccented oder auch Legion Of The Damned nicht uninteressant sein dürfte. Auch The Crown haben offensichtlich Eindruck bei den vier Finnen hinterlassen, denn Nummern wie ´Attack´, ´Wheel Of Misfortune´, ´Obidience´ oder ´Purgatory´ hätten auch durchaus auf der „Hell Is Here“ stehen können. Einen kleinen Hit haben T.F.H. mit dem Song ´Bloodgod´ an Bord, der als Videoclip regelmäßig bei Headbanger´s Ball über die skandinavischen Bildschirme flimmert und der Band auch einen gehörigen Popularitätsschub verpasst hat. Unscheinbares Material findet sich ohnehin nicht auf „The End“, die Jungs wissen wie der Mähdrescher funktioniert und bedient wird und so gestaltet sich die gute halbe Stunde als knackige, kurzweilige Angelegenheit. Dem Umstand, dass das Debüt eigentlich schon 2008 in Finnland erschienen ist, haben wir zu verdanken, dass sich auf dieser Neuauflage aus dem Hause Cyclone Empire auch noch zwei Bonustracks in Form von ´Chosen Suffering´ und ´The Rapture´ befinden, die zwar vom Klang her deutlich abfallen, aber das Ende der letzten Ernte insgesamt um zwei absolute Brecher hinauszögert und ein starkes Album gelungen abrundet (und auf käuferfreundlichere 36:36 min. bringt).
Harald Deschler
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