FAR BEYOND „Songs Of Hope And Sorrow“
(Eigenproduktion)

Eugen Dodenhöft präsentiert uns nach seinem Debüt „An Angel´s Requiem“ aus dem Jahr 2005 nach vier Jahren das nächste Lebenszeichen. Und zwar in Form einer EP, die schon beinahe Deicide-Album-Charakter aufweist; zumindest von der Spieldauer. Der Mann arbeitet nach wie vor mit einer Mischung aus cleanen Vocals und Black Metal-Gekeife, baut geschickt melodische Death Metal-Gitarrenleads in den vom Grundgerüst her midtempo-lastigen Metal ein, und verleiht mit symphonischen Keyboardteppichen und auch mal ruhigen Momenten seinen Songs eine schöne Atmosphäre. Gleich schon der Opener ´My Way Of Endless Grief´ arbeitet mit all diesen Elementen und tönt äußerst stimmig und besticht durch seinen eingängigen Refrain, der ein bißchen was von Iced Earth hat. ´Awake´ wird noch eine ganze Kante pathetischer und zeigt auch schon die Schwierigkeit von FAR BEYOND auf: die Nähe zum Kitsch wird oft erreicht und gelegentlich auch überschritten, wofür u.a. definitiv auch das überpräsente Keyboard verantwortlich gemacht werden kann. ´Hope And Sorrow´ steigert sich von einem ruhigen Einstieg in eine leicht beschwingte Melodic Power Metal-Nummer, die wie auch die anderen Songs durch die melancholische Grundstimmung punktet und sich gekonnt von den Stratoarcticas dieser Welt abgrenzt. Herzstück dieser Veröffentlichung dürfte das vierte und letzte Stück auf dieser EP sein, das über zehnminütige, epische ´Tempus Fugit – Part I´, dass den Anspruch, über diese Songlänge die Aufmerksamkeit zu erhalten, vollkommen gerecht wird und nicht künstlich in die Länge gezogen wurde. Die unterschiedlichen Stimmungsmomente und das immer wiederkehrende Grundthema des Songs wirken harmonisch unharmonisch und wecken das Interesse für ein neues Album, zumindest lässt ein ´Part I´ solcherlei Rückschlüsse auf ein wohl kommenden Nachfolger von „An Angel´s Requiem“ durchaus zu. Bestellen könnt Ihr Euch die EP unter www.far-beyond.com

Harald Deschler