HIGHLORD „The Death Of The Artists“
(Scarlet)

Melodischer Metal aus Italien aus dem Hause HIGHLORD, die mit „The Death Of The Artists“ ihr bereits sechstes Album vorlegen. Leider verkneifen sich die vier Südländer auch auf dem aktuellen Album nicht öfter mal das unsäglich kitschige Keyboard, dass im Prinzip zuviel gute Songs gnadenlos zukleistert und als Instrument (zumindest bei HIGHLORD) einfach nur unnötig wirkt. Denn wenn man sich so Melodic Metal-Hits wie ´Every Thrash Of Me´, ´Slave To Darkness´ oder ´Simple Man´ vor Augen führt, beweisen das Quartett auch sehr eindrücklich, dass man gerade ohne allzu viel Keyboard-Geschisse erst so richtig gute Songs raushauen kann, was beispielsweise Nummern wie ´Canticle Of The Flesh´ oder ´Dance In A Flame´ auch hätten sein können, wäre da doch nur etwas mehr straighter Metal und weniger Plastik am Start. Das epische Titelstück mit seinem Kirchenorgelintro geht bis zum Mittelpart in Ordnung und wartet mit einem netten Chorus auf, bevor mit einem abschweifenden progressiven Gitarren/Keyboard-Gefrickel stark an meiner Toleranzgrenze gekratzt wird. Recht belanglos und profan hingegen kommen auch immer wieder Fahrstuhl-Nummern wie ´It Takes Some Passion´ oder die kitschige Halb-Ballade ´A Queen In My Pocket´ zum Einsatz. Für ein neun Song umfassendes Album insgesamt zu wenig, um wirklich schicken zu können.

Harald Deschler