IN SLUMBER „Arcane Divine Subspecies“
(Twilight)

Drittes Album, drittes Label. Die Österreicher von IN SLUMBER haben bereits CCP und Massacre hinter sich, um nun mit Twilight im Rücken ein neues Kapitel aufzuschlagen. Der Eisblut-Gitarrist Wolfgang Rothbauer hat seit 2002 dieses Projekt am Start, bei dem der gute Mann melodischen Death Metal fabriziert, der von seiner Grundprägung eingängig tönt, aber mit kleinen, effektiven Spielereien immer wieder für Überraschungen sorgt. Insgesamt schwelgt auch „Arcane Divine Subspecies“ in einer konsequenten Melancholie, die sich wie ein roter Faden durch das Album zieht. Von Anfang an erweisen sich die zwölf Songs als durchdacht und jeweils in sich geschlossen, da die Ideen auch jeweils zu Ende gedacht wurden. IN SLUMBER arbeiten nach wie vor mit prägnanten, melodischen Leadgitarren die oftmals die gut durchgedrückten Double Bass-Parts ergänzen und für eine geile Symbiose sorgen, die man so oder ähnlich auch oder gerade aus Skandinavien gewohnt ist, allerdings nicht aus Austria. Einmal mehr haben die fünf Jungs übrigens mit Ziggy (Illdisposed, Mercenary...) und Tue Madsen (The Haunted, Mnemic...) zusammengearbeitet, um den druckvollen Sound, der zwischen modernem Death Metal, sphärischen Melodien und einer gewissen Brachialität der „neuen Schule“ gekennzeichnet ist, gut und wirkungsvoll in Szene zu setzen. Anspieltipps: ´Bleed In Vain´, das tonnenschwere ´Fragile Synthetic Order´, ´Patchwork Masquerade´, ´Hatepath Engine´, ´Of Pain And Malice´. Fans von Cemetary, Hypocrisy oder Fragments Of Unbecoming sollten hier definitiv mal ein Ohr riskieren.

Harald Deschler