Es war ein gutes Vorzeichen! Als ich am Abend des Interviews mit unser aller König von der Arbeit nach Hause kam und beim Aussteigen aus dem Auto zufällig auf den "Tages"-Kilometer-Zähler blickte und die dort angezeigten 66,6 sah wußte ich, daß heute trotz aller Nervosität nichts mehr schief gehen würde. Und was soll ich sagen...? Das Interview und der King haben mich schwer beeindruckt und ich bereue keine Sekunde der zwei Stunden, die ich kniend vor dem Telefon verbrachte. Und es hat mich auch nicht wirklich verwundert, daß das Interview Punkt Mitternacht beendet war... Kniet am besten ebenfalls nieder und erfahrt (in gekürzter Fassung), was der König zu berichten hat (denn das ist nicht wenig...). Zum Beispiel, aber natürlich nicht nur, über das neue, von allen "Diamond Bangers" mit Spannung erwartete Album "Abigail II - The revenge".

"Nun, es wird am 29. Januar veröffentlicht."
Das ist dann auch schon das einzige, was mir darüber bekannt ist...
"Hast du es denn noch nicht gekriegt?"
Nein, Metal Blade hat uns noch nichts zugeschickt! Ich hab noch keinen Ton davon gehört, was bedeutet daß du informationstechnisch aus dem vollen schöpfen kannst. Ich weiß nur, daß es eigentlich schon seit Oktober erhältlich sein sollte.
"Ursprünglich war der Veröffentlichungstermin für das Album auf Halloween angesetzt, aber es hat länger gedauert. Es lag an den Problemen im Studio. Das Studio ist wirklich großartig, aber laß es mich mal so formulieren: Es geht grundsätzlich etwas schief wenn du im Studio bist. Irgendwas ist ja immer mit dem Equipment, und ich habe in meiner Karriere schon so einiges erlebt, aber DIESMAL ging einfach ALLES AUF EINMAL schief. Da ist sprichwörtlich alles zusammengebrochen, es mußten extra Techniker kommen um nach den Geräten zu sehen. Es war beinahe so als ob Abigail nicht wiedergeboren werden wollte... Wirklich unheimlich, vor allem da wir dort vorher immer recht zügig arbeiten konnten."
Also habt ihr auch diesmal wieder im NOMAD Studio eingecheckt?
"Ja, und wie auch beim Vorgänger "House of god" kümmerten sich Kol Marshall und ich um das Mixen und Mastern. Produziert haben wir auch, dabei ging uns anfangs auch noch Andy (LaRocque, Gitarrist und neben dem King wichtigster Songwriter und langjähriger Bandkumpan desselben. Hat seit längerem auch den Ruf eines wirklich guten Produzenten - Anm. des Verfassers) zur Hand."
Da ich mir das Album ja leider noch nicht zu Gemüte führen kann, bin (sicher nicht nur) ich natürlich besonders auf die Story von "Abigail II" gespannt (Anmerkung des Verfassers: Die folgenden, königlichen Monologe mußten leider gekürzt werden! Das Informative ist dabei natürlich erhalten geblieben. Viel Spaß).
"Es ist eine direkte Fortsetzung des ´87 Albums. Die Art und Weise auf die die Story damals geschrieben wurde basiert auf einem dieser Filme, bei denen man den Beginn des eigentlichen Schlusses zuerst sieht, um dann in einer Art Rückblende die eigentliche Geschichte erzählt zu bekommen (wie z.B. in "Pulp Fiction" - Anm. des Verf.). Das Intro des ersten "Abigail" Albums war also das eigentliche Ende, an dem die "Black Horsemen" sich um das Baby/Abigail versammeln um es zu bannen. Die letzten Sätze des Intros, und damit des ersten Teils der Geschichte bestehen aus der Frage "Who will be the first?" und der Antwort "I, O´Brian of the Black Horsemen". Genau diese Antwort ist das erste, was man auf dem neuen Album hört. Dann spricht O´Brian weiter:

"Forbid this sacrilege! You all know that this demon child has Abigail´s spirit inside, but what you don´t know is, that she is the reincarnation of my stillborn half-sister. Spirit is not evil nor is it good, all it wants is to make things right again. So spare this life to make revenge to be mine, and Abigail can find her final peace. I, O´Brian, have spoken, let it be done."

Das ist "Spare this life", das Intro des neuen Albums. Wir haben versucht, die Stimme ziemlich ähnlich wie auf "Abigail I" klingen zu lassen, nur etwas einfacher zu verstehen. Man spürt es also, auch wenn es nicht exakt dieselbe Stimme ist. Danach beginnt das Album erst richtig. Es sind insgesamt 13 Titel bei einer gesamten Spielzeit von ca. 53 Minuten. Und das ist meine ehrliche Meinung: DIES IST DAS BESTE ALBUM AN DEM ICH JEMALS BETEILIGT WAR! Daran gibt es keinen Zweifel. Das Ergebnis ist genau so geworden, wie wir uns das vorgestellt haben. Ich hatte auch nie ein solch gutes Line-Up was die Band betrifft. Unser neuer Drummer Matt kann wirklich alles spielen. Wir mußten uns beim Schreiben der Songs nie Sorgen zu machen, daß wir einen Part nicht verwenden würden können, weil er vom Drummer so nicht hin zu bekommen wäre. Und er spielt die Drums ähnlich heavy wie Mikkey Dee (ex-King Diamond Drummer, jetzt Motörhead - der Verf.). Gegenüber seinem Vorgänger John (Hebert) hat Matt den Vorteil, daß er sich geradezu unvorstellbar gut in die Songgerüste hineinversetzen kann und perfekt über die Riffs spielt, it was such a kill collaboration and he came up with some killer shit, you know. Das Album ist gleichzeitig komplexer und aggressiver als die früheren Scheiben, es ist mehr von allem drauf. Ich habe Mike Wead (neuer, zweiter Gitarrist beim King und auch bei Mercyful Fate aktiv - der Verf.) noch nie solch großartige Solos spielen hören. Killer what he´s doing on this album! Dazu kommt noch die Rückkehr von Hal Patino (spielte schon auf den Göttern "Them", "Conspiracy" und "The Eye") am Baß, der immer mein Lieblingsbassist war. Immer! Diese Jungs machen die besten Songs die wir je hatten noch besser, weil sie selbst so phantastisch sind. Es inspiriert mich einfach mehr, wenn ich diese tricky things von den Drums höre. Du wirst kein Album mit mir finden, auf dem mehr Gesang und Gesangsarten zu finden sind wie auf diesem. In dem Song "Broken glass" zum Beispiel singe ich mit einer Art Sinatra-Stimme, die ich noch nie benutzt habe (singt): "Would it be romantic..." bevor es dann plötzlich richtig aggressiv weiter geht. Diese Stimme kommt auch noch mal kurz in einem anderen Lied vor. Es gibt auch mal diese "Shoo-wap-doo-wap" Chöre im Hintergrund, nicht so laut, aber sie sind da, und Violinen und alles, und du denkst nur: Was soll das alles? Some crazy shit, man. Ich bin diesmal auch wirklich zufrieden mit meiner Gesangsleistung, den vielen Stimmen, den Harmonien, und das bin ich sonst nie 100%ig."
Der Enthusiasmus, die Art und Weise auf die King Diamond über sein neues Baby spricht, auch wenn es sich vielleicht nur nach Business anhört (das beste etc.), kommt so authentisch rüber, daß sie sofort ansteckt und die Vorfreude in schwindelerregende Höhen treibt. Er meint es ernst. Bevor wir noch etwas weiter auf das Konzept eingehen würde ich noch gerne wissen, ob an den Gerüchten etwas dran ist, daß "Abigail II" nicht nur textlich den Bogen zurück zu den Anfangstagen schlägt.
"Es ist NICHT wie das alte Material. Das hätte nicht sein dürfen. Natürlich bekomme ich öfters zu hören (äfft nach): "Wieso machst du nicht noch so ein Album wie "Abigail"?". Das wäre zu leicht, das wäre eine Selbstkopie. Schon nach dem ersten Teil war mir klar, wenn es jemals eine Fortsetzung der Story geben würde, dann sollte es etwas total frisches sein. Ich würde aber sagen, daß die Komplexität der frühen Tage wieder oder immer noch da ist, es passiert sogar noch mehr, da wir natürlich beim Arrangieren der Songs dazugelernt haben. Außerdem ist das neue Zeug aggressiver und der Sound unterscheidet sich natürlich. Aber wie schon bei der Stimme des "Horsemen" angesprochen ist das alte Feeling da, auch wenn es neu ist. Man fühlt daß es zu der Geschichte gehört, nur der Sound ist besser. Ich mag das "Abigail" Album immer noch sehr, aber zur damaligen Zeit war der Metal Sound allgemein verwaschen. Alles schwamm so herum und überall war soviel Hall, daß man manchmal nicht mehr erkennen konnte, was die einzelnen Instrumente gerade spielten. Bei einem neuen Song wie "The Wheelchair", der zu 80% mit Backingvocals ausgestattet und voll mit Harmonien ist, wäre das undenkbar und unmöglich gewesen. Du kannst ganz genau hören, was jedes einzelne Instrument spielt und was welche Stimme singt. Sauber, klar und kraftvoll."
Auch das klingt mehr als gut. Laß uns aber noch einmal zurück zur Story des neuen Album kommen. Erzähl mehr!
"Um einige Zusammenhänge besser verstehen zu können, wird es im Booklet einen Stammbaum geben, anhand dessen man gut erkennen kann, wie die wichtigsten Personen zueinander stehen. In der Geschichte kommt nämlich auch so etwas wie "spirituelle Inzucht" vor. Also, Abigail wird von den "Black Horsemen" nicht weit vom Ort des Geschehens aus dem ersten Teil (also der "Mansion", einem alten, recht edlen Herrenhaus - Anm- des Verf.) groß gezogen. Eines Abends, Abigail ist an diesem Tag 18 Jahre alt geworden, ist sie noch etwas im Wald spazieren, als aus dem nichts ein heftiger Sturm aufzieht, was im ersten Song "The storm" beschrieben ist. Dieses Unwetter zwingt das Mädchen durch Blitze solange in eine bestimmte Richtung zu laufen, bis sie vor den Toren dieses Herrenhauses steht. Genau das ist auf dem Cover dargestellt. Vor dem Haus trifft sie auf die Figur die wir "Little one" nennen und der Geist eines mumifiziertes Baby ist. Das ist der Geist der ersten, totgeborenen Abigail, deren mumifizierter Körper noch immer im Sarg unten in der Gruft liegt. Beide tragen einen Teil des anderen in sich, und das ist der Grund für diese Zusammenkunft. Die lebende soll alles wieder in Ordnung bringen und "Little one" auf "Die andere Seite" bringen, wo sie alle wieder eins sein können und ihren Frieden finden."
Was wohl bedeutet, daß sie so oder so sterben wird...
"Well, in this story EVERYBODY dies, you know, hahaha. Abigail sieht übrigens genau so aus wie ihre Mutter Mirjam die ja ebenfalls 18 war als sie bei der Geburt ihrer Tochter vor 18 Jahren starb. Jonathan (Mirjam´s damaliger Mann - Anm. d. Verf.) lebt noch, aber er hat sich beim Sturz von der Treppe (siehe/höre Teil I) wirklich übel den Kopf gestoßen und im nachhinein ein Bein verloren. Die meiste Zeit verbringt er also in einem Rollstuhl. Laufen kann er nur mit einer Krücke, aber auch das nur sehr schlecht. Außerdem können seine Augen kein Licht vertragen, weswegen alle Fenster mit schwarzen Vorhängen abgedeckt wurden, so daß das Haus wie "A mansion in sorrow" (Trauer, Kummer) aussieht, was der Name eines weiteren Songs ist. Abigail läuft also zum Haus, und die Tür öffnet sich bevor sie dort ist. Ein großer, glatzköpfiger Mann namens Brent Henry, der Jonathans Haus hütet, öffnet die Tür, bittet sie herein und führt sie zu Jonathan. Er sitzt in einem völlig abgedunkelten Raum, in dem nur ein kleines Feuer im Kamin brennt, so daß nur Schemen zu erkennen sind. Hier beginnt man dann auch gleich zu merken wie abgefuckt er nach dem Sturz drauf ist. Als er Abigail sieht glaubt er, Mirjam wäre nie gestorben und fragt Abigail noch bevor er ihren Namen weiß, ob er sie Mirjam nennen könnte... Das macht ein normaler Mensch einfach nicht! Und der ganze Raum ist voll von Gegenständen die Mirjam gehörten und er riecht noch nach ihrem Parfüm. Über dem Kamin ist eine kleine gläserne Schatulle mit etwas von Mirjam´s Haar darin und der Aufschrift: "To my beloved dear", so als ob sie ihm die Haare gegeben hätte. Eigentlich hätte die Aufschrift "My beloved dear" heißen müssen, quasi als Andenken, denn sie hat ihm das Haar natürlich nie gegeben, er tut nur so, real fucked up! Dann rupft er Abigail einige Haare aus und vergleicht sie mit Mirjam´s Haaren, und da sie sich fast gleichen denkt er, daß es Mirjam sein muß, die da in seinem Haus ist. Er hat nicht den blassesten Schimmer wer sie wirklich ist, obwohl sie ihm geantwortet hat: "Mirjam, Abigail, you can call me whatever you want. You can even call me LUCY." (Mmmmm, ein Zungenschnalzer für des Königs Humor. "The Graveyard"-Kenner wissen worauf er anspielt- Anm. des Verf.). Die ganze Geschichte wird noch richtig übel, so muß Abigail mit dem 45jährigen, verkrüppelten, bekloppten Jonathan schlafen (Das ist der angesprochene "spirituelle Inzest". Den Stammbaum gut durchlesen!), und zwischen zwei Songs hört man dieses Mädchen weinen nachdem sie es getan haben. Die ganze Geschichte ist viel emotionaler und hat viel mehr Tiefgang als der erste Teil. Man lernt die Charaktere richtig kennen, und zu erwähntem Zeitpunkt tut einem Abigail noch leid, aber das ändert sich spätestens dann, wenn sie Jonathan eine Mahlzeit mit zerstoßenem Glas ("Broken glass") darin verabreicht. Sie findet das lustig und lacht und vergißt ihre eigentliche Aufgabe, wird richtig böse. Brent Henry wird von ihr in der Gruft mit einer Halskette ("The Eye"!!! - Anm. des Verfassers) getötet, die das mumifizierte Baby getragen hat. Sie sticht es in seinen Hals und dreht und dreht bis er in einer Lache seines eigenen Blutes liegt. Ich werde hier aber nicht verraten wie Jonathan ums Leben kommt, aber es ist wirklich heftig und zum Schluß wird es wirklich abgedreht! Es passiert..."
...noch so einiges, gerade im Outro wird die Geschichte noch mal richtig surreal und man muß sich wirklich reinlesen wenn man nicht ganz ausklinken will. Was genau passiert wird hier jetzt aber nicht verraten. Creepy crazy chaos, dudes... Die Texte werden von Album zu Album anspruchsvoller und, wie mir scheint, auch psychologischer.
"Das stimmt! Besonders in "House of god". Die Leute wissen das nicht, und sie sollen es auch gar nicht, aber wenn ich darauf zurückblicke denke ich: Wie konntest du nur so viel von dir preis geben? Dinge die ich sehe, die um mich herum passieren oder vorhanden sind werden wohl so verarbeitet. Dieser Wolf in "House of god"... Ich hatte wirklich einen Wolf namens "Angel"! Ein wunderschönes Tier mit blauen Augen und schwarz-grau-silbernem Fell. Es war mein Geburtstagsgeschenk für meine damalige Frau, aber nach sechs Monaten mußten wir ihn wieder weggeben. Ich war wohl noch nicht groß genug für einen Wolf und er brauchte einfach mehr Platz. Man gewöhnt sich aber so schnell an ein Tier... ich habe mit ihm gespielt, und er war dabei so wild aber sonst so ein liebes und cooles Tier. Dementsprechend traurig war ich auch als er weg war, und genau darum geht es in dem "House o.g." Song "Goodbye" wirklich. Er drückt meine damaligen Gefühle aus.

"So many tears in my eyes, I have to look away
How can I say the word, that never should be said
I lay my broken heart to rest, and so i set you free
I wish you only the best, even if it´s not with me
Fly away
Beautiful angel fly away to better things
Beautiful angel fly away to better things
Fly away"

Auch lebe ich zum Beispiel in einer Straße namens "Baton Rouge Blvd." ("Voodoo" - Anm. des Verf.) und Brent Henry aus der aktuellen Geschichte gibt es wirklich. Er paßt tatsächlich auf mein Haus auf, wenn ich unterwegs bin! Ich hab ihn gefragt ob ich ihn in die Story einbauen darf und er hatte nichts dagegen. Ich sagte ihm, daß "er" furchtbar umkommen wird, aber er sagte nur: Tu was immer du willst. Brent habe ich durch unseren Ex-Drummer John (Hebert schon wieder) kennengelernt, sie kommen beide aus Louisiana (und wieder "Voodoo" - Anm. des Verf.). Ihm kann man echt vertrauen und er mag auch was wir musikalisch fabrizieren... Auch "Little one" hat einen realen Bezug, denn so hieß eine meiner Katzen (King Diamond ist bekennender Katzenfanatiker - Anm. des Verf.), die unglücklicherweise neulich verstarb. Der schlimmste Verlust in meinem Leben, sogar noch schlimmer als der Tod meines Vaters, auch wenn das viele vielleicht nicht nachvollziehen können (Ich denke, daß das mehr Tierliebhaber nachvollziehen können als er glaubt... - der Verf.). Worte können nicht ausdrücken, was ich für diese Katze empfinde. And it´s all over this album. Diese Katze war das beste, das mir in meinem Leben passiert ist, und der Verlust schmerzt so stark, daß es mir definitiv nicht leicht fallen wird, die neuen Songs Live zu Singen. Sachen wie (singt): "And there is little one standing by the wall..." So viele Dinge die beide Wesen verbindet habe ich wohl unterbewußt in dieser Geschichte einfließen lassen, es ist unglaublich. Sie starb übrigens kurz nach den Aufnahmen zu "Abigail II", und das ist auch der Grund weshalb ich NIE WIEDER ein "Abigail" Album machen werde, denn beide male passierte etwas wirklich schlimmes. Vor knapp 15 Jahren starb mein Vater nach einer sechsmonatigen Krankheit, kurz nachdem der erste Teil beendet war, und diesmal Little one. Es wird definitiv keine Fortsetzung mehr geben. Allerdings werden wir beide Alben zu je 80 - 90% Live spielen, und wollen es auch für eine dreifach Live-Cd mitschneiden (AAAAAAAAAARRRRGGHH!! - der fast durchdrehende), wofür aber noch die rechtlichen Dinge geklärt werden müssen (verschiedene Plattenfirmen - Anm. d. Verf.). Je eine CD für jedes "Abigail" Album und auf der dritten Disc sollen etwa zwölf andere Songs aus den früheren Tagen sein. Die picken wir aus einem kleinen Zwischenteil, in dem wir nach jeweils vier Abenden drei bis vier andere Titel zwischen den "Abigails" spielen. Die Europäischen Dates sollen nach den Sommerferien stattfinden, und zwar die exakt gleiche Show mit den gleichen Effekten wie in den Staaten."
Oh ja, genau so etwas wollte ich hören. Folgt dem Ruf des Königs. Was hält der denn eigentlich von Huldigungen in Form von Tribute-Alben?
"Oh, das ist ein Privileg, Die Labels machen das natürlich hauptsächlich für den Profit, aber die vertretenen Bands sehen vermutlich keinen Pfennig dafür. Das ist eine sehr nette Geste, die mir das Herz wärmt und es ist mir eine Ehre von anderen Bands interpretiert zu werden. Vielen Dank dafür."
Könntest du dir denn vorstellen, ein solches Album selbst einmal aufzunehmen? Ist ja schwer in Mode zur Zeit.
"Nein. Die Auswahl der Songs und das Einstudieren und Singen anderer Leute Texte...Nein. Wir haben das nur einmal mit Mercyful Fate gemacht, (Judas Priest´s "The Ripper" für den "Legends of Metal vol.I" Sampler.) und das auch nur weil wir gerade sowieso im Studio waren und ich den Song schon einmal gesungen hatte. Auf einer Silvesterparty in Dallas haben Dimebag, Rex, Vinnie (von Pantera - der Verf.) und ich "The green manalishi" (haben Priest natürlich auch schon gecovert und bekannt gemacht), "The Ripper" und "Omens" (vom "Abigail" Album) zum besten gegeben und hatten eine Menge Spaß. Daher wußte ich also so ungefähr wie ich den Song zu Singen hatte, und da mir der Text ebenfalls sehr gefällt, haben wir damals zugesagt. Mit meinen eigenen Texten über Fremdkompositionen habe ich da weniger Probleme, weshalb ich auch für Dave Grohl´s (ex-Nirvana, jetzt Foo Fighters) Projekt zugesagt habe. Er stellt gerade ein Album mit jeder Menge Gastmusikern auf die Beine. Für "meinen" Song, ein nettes, etwas unspektakuläres Midtempo Stück namens "Sweet dreams", ließ er mir komplett freie Hand, was die Texte und die Gesangsmelodien betrifft. Ich werde mich demnächst wieder bei Dave melden, denn noch habe ich die fertig gemischte Version nicht gehört."
Wo wir gerade beim Thema Tribut sind... magst du Apfelkuchen?
"Applepie? Ist nicht mein Favorit, aber schon o.k...!?"
Vielleicht kommst du drauf, auf was ich aus bin, wenn ich S.O.D. sage...
"Oh, du redest von "King at the king"! Ich traf Billy Milano als wir auf der "House of god"-Tour hier in Dallas spielten, und als ich fragte, was zum Teufel ER den HIER wolle, antwortete er, daß er gerade heute hierher gezogen sei. Er hat mir damals den "Song" vorgespielt und sich gleich gerechtfertigt, daß sie dies mit dem allergrößten Respekt vor mir gemacht hätten, hahaha. Ich finds witzig."
Man muß sie eben einfach lieben. Wo ißt du denn tatsächlich deine Burger?
"If I don´t have to, I don´t eat them, man. Höchstens mal auf Tour, wenn nichts anderes geöffnet hat. Ein selbstgemachter, im Hof gegrillter Burger kann schon mal was gutes sein, aber "Burger King" oder "McDonalds"? Nicht wirklich."
Dann lassen wir das Thema und wenden uns einem zu, bei dem King Diamond definitiv der richtige Ansprechpartner ist.
"Natürlich ist das mit der Religion und dem Glauben so eine Sache, besonders wenn ich mir die vielen Kriege auf dieser Welt ansehe, die über kurz oder lang eigentlich immer etwas mit Religion zu tun haben - oder aber vorgeben, etwas damit zu tun zu haben. Immer gibt es unterschiede im Glauben, die im schlimmsten Fall zum Krieg führen, und das ist etwas was ich nie verstanden habe und auch nie verstehen werde. Genau darum dreht es sich auch in "House of god". Da sage ich: Es ist schön, daß du diesen Glauben hast, welcher auch immer - aber es interessiert mich nicht! Komm nicht zu mir und erzähl mir, daß ich an das falsche Glaube, nur weil es nicht mit deinem Glauben übereinstimmt. Denn du kannst weder mir, noch dem Rest der Welt beweisen, daß du an den richtigen Gott glaubst. Wenn jemand das beweisen könnte, würde vielleicht jeder an diesen Gott glauben, aber es geht nicht. Niemand kann so etwas BEWEISEN. Individuelle, persönliche Dinge, die einem als Beweis für die Existenz eines Gottes oder was auch immer reichen, sind ja in Ordnung, aber man sollte immer daran denken, daß man sie nicht dem Rest der Welt beweisen kann. Behalt es für dich und beurteile die Menschen nicht nach ihrem Glauben, sondern nach ihrer Persönlichkeit und wie sie dich als Mensch behandeln. Ich wünschte, und das hört man auf dem Album auch, ich wüßte warum ich hier bin, was das alles für einen Sinn macht und ich hätte, wie jeder, gerne eine Erklärung oder Lösung für dies und das Problem, das ich gerade durchmachen muß. Aber es ist, als wenn du durch einen Irrgarten rennst - immer wenn du um eine Ecke biegst und glaubst, dort müßte der Ausgang sein, kommt sicher eine Weggabelung. Ein Kind rennt auf die Straße, wird überfahren und man fragt sich: Warum mußte das passieren? Dafür gibt es dann diese Sprüche wie beispielsweise: "Die Wege des Herren sind unergründlich". Ja, okay, aber das erklärt einen Scheiß! Es bedeutet einfach nur: Ich habe keine Ahnung. Ich weiß das jeder die Welt mit eigenen Augen sieht, bzw. seine eigenen Eindrücke sammelt und verarbeitet, die ihn Formen und vielleicht an etwas glauben lassen, und ich respektiere das. Aber das ist scheinbar nicht allen Menschen klar. Und wenn sie meinen, sie müssen sich wie Idioten aufführen und etwas erzwingen wollen, dann sollen sie sich verpissen. Wenn wir Menschen nur Liebe und Respekt für einander übrig hätten, würde es keine Kriege geben, aber dafür steckt einfach zu viel Tier in uns. Die Religion wird einfach von vielen Menschen falsch aufgefaßt und benutzt, um mit Fingern auf "andere" zu zeigen. Religionen sind von Menschen erfunden worden, darum kann man sie auch nicht beweisen. Ebenso wie der Teufel und die Hölle in der Bibel von Gott geschaffen wurde, welche wiederum von Menschen geschrieben wurde. Aber Religion hilft auch vielen Menschen, die den Glauben brauchen um sich damit Grenzen zu setzen, damit sie nicht durch die Gegend laufen und einfach tun was sie wollen. Das ist die gute Seite daran. Vor Ausnutzungsversuchen ist man allerdings auch hier nicht gefeit, man denke nur an diese TV Priester die sich hinter religiösen Institutionen verstecken um Geld zu verdienen. Einer mußte mal Dallas verlassen, weil seine Taten aufgedeckt wurden. Er gab vor, für jeden der ihm einen Brief mit Geld schickt zu Beten, aber die Briefe gingen direkt zur Bank, die Anweisung bekam, alle Briefe zu öffnen, das Geld auf des Priesters Konto zu überweisen und die Briefe wegzuschmeißen. Es wurden aber Briefe an die Absender zurückgeschickt, in denen es hieß, das alles gut werden würde, nur noch ein paar Briefe, und natürlich Geld, wären nötig. Es geht nur ums Geld."
Hierbei sei von meiner Seite angemerkt, daß der King hier nicht gepredigt oder Klugscheißerei betrieben hat. Er hat seine äußerst durchdachte, intelligente Meinung geschildert und nicht etwa irgendwelche aus der Luft gegriffenen Thesen aufgestellt. Es ist deutlich zu merken, daß er sich überdurchschnittlich lange und intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Was wiederum neugierig auf die Definition seines Glaubens macht, da er ja bekanntermaßen als Satanist "verschrien" ist...
"Jaja, viele Menschen kommen auf mich zu und sagen daß ich doch ein Satanist sei... Aber ich habe keinen speziellen geistigen Glauben, und ich verschwende nicht meine Zeit damit, nach dem Sinn des Lebens zu suchen. Wenn es einen gibt, dann werde ich ihn vielleicht eines Tages erfahren, vielleicht auch erst wenn ich nicht mehr lebe. Vielleicht! Ich habe eine Theorie für mich selbst, die MIR einiges erklärt, nämlich das es eine Co-existierende, geistige/spirituelle Welt neben unserer gibt, denn ich habe Dinge gesehen die keinen logischen Sinn machen."
Würdest du mir erzählen was das für Dinge waren?
"Ich habe Gläser durch die Luft schweben sehen, ich habe gesehen wie an Haaren gezogen wurde, und es war niemand da, der sie hätte ziehen können. (und mit Nachdruck) ICH HABE GESEHEN WIE AN DEN HAAREN GEZOGEN WURDE - ES WAR NIEMAND DA DER SIE HÄTTE ZIEHEN KÖNNEN! Und auch Lars und James (Ulrich und Hetfield/Metallica) haben so einige bekackt seltsame Dinge in meinem alten Appartement erlebt. Mein Appartement wurde dermaßen heimgesucht, daß ich dort ausziehen mußte. So viele Dinge sind dort passiert... Aber nicht nur dort, auch auf Tour hatte ich schon Erlebnisse. Es gibt keine Erklärung wie und was da so passiert. Ich höre diese Dinge auch. Der Klang der Stimme im Intro zu "House of god" zum Beispiel. The sound of that voice gives me fucking the creeps, denn ich habe exakt diese gehört. Ich ließ die Stimme im Intro genau so klingen wie ich es in diesem Appartement gehört habe. Diese Stimme klingt alles andere als nett. An diesem Tag wußte ich, daß dort etwas schlechtes ist. All diese Dinge erklären mir nichts, bis auf die Tatsache, daß es diese Nebenwelt gibt. Ob du oder irgend jemand mir das glaubt oder nicht ist mir vollkommen egal und ich würde nie jemanden zwingen, dies oder das zu denken oder zu glauben. Was einer Form von Religion noch am nächsten kommt ist, daß ich eine sehr starke Art von Lebensphilosophie im positiven Umgang mit Menschen vertrete, sie zu respektieren und nicht zu benutzen. Außerdem bin ich auch ein bißchen Moralist. Ich habe aber kein Buch das mir sagt, wie ich mein Leben leben soll. Ich weiß, daß ich Regeln des Zusammenlebens und Gesetze des Landes und des Staates beachten muß, ansonsten hätte ich viel Ärger am Hals, aber ansonsten versuche ich nach meinem eigenen Denken zu Handeln. Mir wird oft die Frage gestellt, die DU mir NICHT (Danke- der Verf.) gestellt hast, aber viele Leute kommen und fragen: Du bist also Satanist? Ich sage dann: Wieso sagst DU mir nicht, wie du "Satanist" definierst, dann sage ICH dir, ob ich dieser Definition entspreche. Ich brauche mich nicht als Satanist zu bezeichnen, nur um mich dann tougher zu fühlen. Allerdings gibt es ein Buch namens "The Satanic Bible" (Erhältlich in Deutsch und leicht verständlichem Schulenglisch - Anm. d. Verf.) welches nichts mit den Glaubenssachen der Bibel zu tun hat, sondern sich mit bodenständigen Lebensphilosophien beschäftigt, mit denen ich mich voll und ganz identifizieren kann. SATANISMUS BEDEUTET FÜR MICH NICHTS RELIGIÖSES, NUR LEBENSPHILOSOPHIE! Dahinter stehe ich 100%, nicht hinter dieser Blut-neugeborener-Kinder-Trinkerei und Opfer-bringen Klischeegeschichten oder den ganzen anderen bekannten oder unbekannten Definitionen von Satanismus. Hinter meinen Horrorgeschichten steckt, wie du ja schon bemerkt hast, auch direkter Bezug zu wirklichen Dingen und Sachen die im wirklichen Leben passieren. Überhaupt sollte sich jeder mit der Materie etwas auskennen und/oder befassen, über die er spricht, nicht einfach das Übernehmen, was eine andere Person gesagt hat. Ein wirklich blödes Beispiel: Stell dir vor, mir erzählt jemand, ich solle keinen Mercedes kaufen, da er sich wirklich schrecklich fährt, einfach scheiße. Ob ich das nicht auch so sehen würde. Dann sage ich: Das weiß ich nicht, ich bin noch nie einen gefahren. Sollte ich es einmal tun, komme ich zu dir und erzähle dir was ich davon halte. Ich werde mir erst meine eigene Meinung bilden, und nicht irgendwo ebenfalls erzählen, wie schlecht sich ein Mercedes fährt, nur weil es mir jemand erzählt hat. Mehr als genug Menschen handeln aber leider nicht so."
Und wir alle wissen, daß das tatsächlich so ist. Ganz gut zu diesem Thema, und auch zu dieser Jahreszeit, paßt da doch das "Fest der Liebe". No presents for christmas, King?
"Nein, denn ich habe keine Kinder. Ich bemühe mich auch nicht, es hier besonders Weihnachtlich zu machen. Als ich noch jünger war hat meine Familie alle Register des Weihnachten-feierns mit uns Kindern gezogen. Alle halfen den Baum zu holen, ihn zu schmücken und das Festessen zu richten. Als Kind liebst du das alles, natürlich besonders wegen der Geschenke. Ich finde das ganze Gefühl der Sache auch heute noch ganz schön, beim Einkaufen zum Beispiel, aber ich beteilige mich nicht mehr daran. Mein Haus ist wohl auch das einzige in der ganzen Straße, das keine Dekoration hat. Für mich hat es auch nichts mit der Geburt Jesu zu tun."
Es ist schlicht und einfach eine rein kommerzielle Sache, um die Wirtschaft anzukurbeln und die Menschen mal wieder in die Kirche zu locken...
"Hey, es ist wie Halloween oder ein anderer erfundener Feiertag. Eine gute Entschuldigung um mal wieder so richtig gut zu Essen und jemanden zu beschenken, wie ein extra Geburtstag. Schon seltsam, daß jeder am 24sten Geburtstag haben soll, ich weiß auch nicht."
Wenn ich mich danach fühle, jemandem etwas zu schenken, oder etwas finde das meiner Meinung nach gut zu einer Person paßt, dann warte ich doch nicht bis zu einem bestimmten "großen Tag" (Weihnachten, Geburtstage...), sondern höchstens noch so lange, wie ich es für richtig halte und verschenke es dann.
"Exakt. Da nehme ich es auch auf mich, wenn in der Nachbarschaft geredet wird: Oooh, da wohnt er in diesem grauen Haus und den dunklen Räumen. Ich weiß das es so ist, ich wurde mal in einem Restaurant von einer Bedienung angesprochen, ob ich nicht ein schwarzes Auto fahre und in jenem grauen Haus auf dem Baton Rouge Blvd. wohne. Ich sage: Ja, aber wieso? - Ach dann sind SIE das also. Wir haben da diese Muttervereinigung und haben uns oft gefragt, wer in diesem Haus wohnt. Wir sehen immer nur dieses schwarze Auto aus der Garage fahren, manchmal sind da auch andere Leute... - Ja, ich spiele in einer Band und bin nicht immer zu Hause, da paßt dann jemand anders auf das Haus auf - Ach soooo.... Oh Mann, da sitzen diese ganzen Mütter und diskutieren sich einen... Nur für sie werde ich mal meinen Rasen in vollem Bühnen Make-up mähen, dann hätten sie etwas zu reden. Ich hatte auch mal einen Priester als Nachbarn, glaub es oder nicht. Er wohnte also mit seinen zwei Töchtern und seiner Frau direkt nebenan, und eines Tages unterhielten wir uns als er fragte, was ich denn so tue. Natürlich sagte ich es ihm und er fragte nach dem Namen der Bands, und ich versuchte es so schnell zu sagen, daß er nichts versteht. Ich also: Mercyfulfatundkingdiamond. Der Nachbar sagte nur o.k., weil er nicht sagen wollte, daß er nichts verstanden hat. Er hat es aber doch rausgekriegt als er gerade den Rasen mähte und John (...) mit seiner Freundin vorbei kam. Den hat er einfach noch mal gefragt... Grundsätzlich war der Priester aber ein cooler Kerl, der nie seine Meinung über mich geändert hat, mich immer gegrüßt hat. Als die Familie umgezogen ist kam er zu mir und meinte: Du warst der beste Nachbar den ich jemals hatte. Ein anderer ehemaliger Nebenbewohner war ein Fan, der von Minnesota nach Dallas gezogen war und herausgefunden hat, wer ich bin. Wir standen draußen und redeten und er fragte mich nach einem Exemplar von "House of god". SEINE Nachbarn ein Haus weiter, ein Paar mit einem Kind, standen gerade draußen und wir grüßten uns an diesem Tag das erste Mal, obwohl wir schon fünf Jahre nur durch ein Haus voneinander getrennt lebten. Dieser Nachbar fragte mich dann ebenfalls nach einer CD für seine Tochter, und ich dachte nur: FUCK, nun werden DIE MÜTTER (TM) bald auch wissen was ich so tue. Ich gab ihm eine und sie haben mich seitdem nie wieder gegrüßt..."
There goes the neighbourhood. Eine echter Klassiker... Dem muß wohl nichts mehr hinzugefügt werden, widmen wir uns also lieber dem, ja, Nebenberuf des Königs. Mercyful Fate liegt wohl nun fürs erste auf Eis, wie von Sharlee D´Angelo (M. Fate Basser) zu hören war.
"Ich weiß es wirklich nicht, mal sehen was die Zukunft bringt. Die letzten beiden Fate Alben folgten sich auf dem Fuße, und das machte ich gerade auch mit King Diamond. Tourneen mit King Diamond sind länger, und deswegen wird es schon noch etwas dauern. Zur Zeit ist es mir auch nicht möglich, über Mercyful Fate nachzudenken, denn nun wird erst einmal das wichtigste Album meiner Karriere veröffentlicht, dann die Tour und vielleicht das Live Album/DVD. Würde ich dir nun etwas sagen, was nicht eintreffen würde, müßte ich mir dann von dir anhören: Du sagtest doch dieses und jenes, hahaha. Außerdem können immer irgendwelche Dinge passieren, die man nicht voraus sehen kann. Im Moment bin ich auch nicht in der Stimmung um Songs zu schreiben, aber das wird sich ergeben. Wenn ich erst mal angefangen habe, kann ich mich so in die Arbeit verbeißen, daß ich sogar das Essen und Schlafen vergesse. Ich programmiere den Drumcomputer, spiele die Rhythmusgitarre, den Baß, Keyboards, probiere Gesangslinien und Melodien aus... Als ich "The Wheelchair" fertiggestellt habe, habe ich 21 Stunden am Stück gearbeitet. Es ist nicht die beste Diät, morgens um 7 festzustellen daß du Hunger hast weil du gestern nichts gegessen hast, deinen Hunger stillst und dann schlafen gehst hahaha."
Das ist aber wohl genau das, was ich jetzt ebenfalls tun werde, denn es ist doch schon spät geworden...
"Ja, es ging etwas länger als ich dachte, aber es war auch für mich sehr interessant, und wie du gehört hast, rede ich gerne. Von mir aus könnten wir noch 8 Stunden über allen möglichen Kram reden."
Dann wäre es genau 8 Uhr morgens, ich könnte noch was Essen und dann wieder Arbeiten gehen, klingt verlockend... Vielleicht ist es aber besser, wir machen nach dem nächsten Album weiter. I meld mi denn mol..

BSE